Die letzte SmackDown-Ausgabe vor WWE Backlash fühlte sich nicht wie ein ruhiger Übergang in den nächsten Premium Live Event an. WWE nutzte die Show in Jacksonville, Florida, um gleich mehrere Geschichten noch einmal scharfzustellen. Vor allem Jacob Fatu rückte dabei in den Mittelpunkt. Der Herausforderer von Roman Reigns machte unmissverständlich klar, dass es für ihn bei Backlash nicht nur um den WWE World Heavyweight Title geht.
- Jacob Fatu warnt The Usos vor Backlash
- Tiffany Stratton verteidigt ihren Titel gegen Kiana James
- MFT bleibt gefährlich: Talla Tonga besiegt Damian Priest
- Gunther wechselt zu SmackDown und Cody Rhodes nimmt die Herausforderung an
- Ricky Saints schlägt Matt Cardona
- Brie Bella und Paige bekommen neue Herausforderinnen
- Jade Cargill greift ein: Fatal Influence schlägt Ripley, Flair und Bliss
- Royce Keys besiegt Tama Tonga
- Danhausen sucht weiter seinen Backlash-Partner
- Der Gingerbread Man lebt: Lil Yachty rächt sich an Sami Zayn
- Alle Ergebnisse von WWE SmackDown am 8. Mai 2026
- SmackDown vor Backlash: WWE zieht die Schrauben an
Es geht um Familie. Um Anerkennung. Um alles.
Gleichzeitig verschärfte WWE die Lage rund um Cody Rhodes und Gunther, baute die Spannungen in der Women’s Division weiter aus und lieferte im Main Event Segment eine Mischung aus Comedy, Chaos und Promi-Überraschung. Der „Gingerbread Man“ war am Ende nämlich deutlich lebendiger, als Sami Zayn lieb sein konnte.
Jacob Fatu warnt The Usos vor Backlash
Nach einer Gedenkgrafik für den verstorbenen Ted Turner eröffnete Jacob Fatu die Show. Der Herausforderer auf Roman Reigns sprach mit einer Intensität, die sofort deutlich machte: Dieses Match bei Backlash ist für ihn kein gewöhnlicher Titelkampf.
Fatu erklärte, dass in Roman Reigns seit ihrer Kindheit immer die Zukunft gesehen worden sei. In ihm selbst habe man dagegen nur Zweifel gesehen. Er sei nicht mit denselben Chancen geboren worden wie Roman, sondern mit Erwartungen, Misstrauen und dem ständigen Druck, sich unterzuordnen.
Dann kamen Jimmy und Jey Uso heraus.
Jimmy versuchte noch, zwischen Stolz und Sorge zu balancieren. Er könne verstehen, was dieses Match für Fatu bedeutet. Gleichzeitig warnte er ihn davor, was passiert, wenn Roman ihn nicht nur besiegt, sondern bricht. Jey wurde deutlicher. Er sagte voraus, dass Fatu gegen Reigns verlieren und danach gezwungen sein werde, den Original Tribal Chief anzuerkennen.
Fatu ließ das nicht stehen. Er warf den Usos vor, ihre eigenen Niederlagen gegen Roman auf ihn zu projizieren. Für ihn gebe es kein Verlieren und kein Anerkennen. Seine Frau und seine Kinder würden nicht zusehen, wie er vor Roman Reigns fällt. Sie würden sehen, wie er Champion wird.
Seine Warnung an Jimmy und Jey war der härteste Satz des Segments: Sollten sie sich bei Backlash einmischen, werde er den gesamten Familienstammbaum niederbrennen.
Damit steht das Titelmatch bei Backlash noch einmal unter einem anderen Licht. Es geht nicht nur um Gold. Es geht um die alte Machtstruktur der Bloodline, um offene Wunden und um die Frage, ob Fatu tatsächlich der Mann sein kann, der Roman Reigns auf der größten Bühne des Abends stürzt.
Tiffany Stratton verteidigt ihren Titel gegen Kiana James
Das erste Match des Abends brachte eine Titelverteidigung von Tiffany Stratton. Die Women’s United States Champion setzte sich gegen Kiana James durch und bleibt damit Champion.
Ergebnis:
Tiffany Stratton besiegte Kiana James nach dem Prettiest Moonsault Ever und verteidigte die WWE Women’s United States Championship.
In der Schlussphase spielte auch Giulia eine Rolle, allerdings nicht so, wie es Kiana James geholfen hätte. Giulia sorgte für Ablenkung am Ring, wodurch James zwar kurzzeitig eine Chance bekam, der Ringrichter aber nicht rechtzeitig reagieren konnte. Stratton nutzte die Unordnung, beförderte Giulia vom Apron und brachte Kiana schließlich in Position für ihren Finisher.
Nach dem Match war die Stimmung zwischen Kiana James und Giulia entsprechend angespannt. WWE deutet hier klar an, dass diese Zweckverbindung nicht besonders stabil ist.
MFT bleibt gefährlich: Talla Tonga besiegt Damian Priest
Damian Priest wollte sich für die Ereignisse der Vorwoche rächen und trat gegen Talla Tonga an. Vor dem Match machte er R-Truth allerdings klar, dass dieser backstage bleiben solle. Priest wollte nicht riskieren, dass sein angeschlagener Tag-Team-Partner erneut in die Schusslinie gerät.
Natürlich blieb R-Truth nicht lange weg.
Ergebnis:
Talla Tonga besiegte Damian Priest nach einem Chokeslam.
Solo Sikoa und Tama Tonga griffen entscheidend in das Match ein. R-Truth kam zwar heraus, um Priest zu helfen, doch seine Anwesenheit führte letztlich zu zusätzlicher Ablenkung. Talla Tonga nutzte die Situation und holte sich den Sieg.
Nach dem Match schien MFT Priest und Truth weiter zusetzen zu wollen. Dann kam Royce Keys heraus und stellte sich den Angreifern entgegen. Solo Sikoa zog sich mit seinen Leuten zurück, doch die Botschaft war deutlich: Royce Keys ist inzwischen ein Faktor in dieser Geschichte.
Und Solo scheint genau das interessant zu finden.
Gunther wechselt zu SmackDown und Cody Rhodes nimmt die Herausforderung an
Einer der wichtigsten Momente der Show spielte sich rund um Cody Rhodes, Gunther und Paul Heyman ab. Nach Gunthers Attacke gegen Cody in der Vorwoche war klar, dass WWE hier das nächste große Titelprogramm vorbereitet. Bei SmackDown wurde daraus offiziell mehr als nur eine Andeutung.
Paul Heyman erschien im Büro von Nick Aldis und hatte einen Vertrag dabei. Gunther soll künftig zu SmackDown gehören. Aldis kritisierte zwar dessen Verhalten aus der Vorwoche, machte aber zugleich deutlich, dass Gunther nun Teil des blauen Rosters ist.
Als Cody Rhodes zum Ring ging, wollte Gunther zunächst nicht unterschreiben. Stattdessen übernahm Heyman die Bühne.
Im Ring forderte Cody den Ring General direkt heraus. Heyman kam mit einem Vertrag heraus und enthüllte, dass es um ein Titelmatch bei „Clash in Italy“ geht. Nicht in Jacksonville. Nicht irgendwo in den USA. Sondern beim kommenden WWE-PLE in Turin.
Cody nahm die Herausforderung grundsätzlich an, ließ es sich aber nicht nehmen, Heyman persönlich zu treffen. Er erinnerte daran, dass Brock Lesnar nicht mehr an seiner Seite steht, Roman Reigns sich von ihm entfernt hat und auch CM Punk eigene Wege geht. Die Frage stand unausgesprochen im Raum: Ist Heyman inzwischen auf der Suche nach dem nächsten großen Namen?
Heyman konterte mit seinem typischen Selbstbewusstsein. Früher oder später brauche jeder den Wise Man.
Dann versuchte Gunther, Cody erneut von hinten zu attackieren. Diesmal war Rhodes vorbereitet. Der Champion konnte sich wehren, Gunther aus dem Ring befördern und setzte danach noch eine klare Ansage. Cody machte deutlich, dass er vor Gunther keine Angst hat, auch wenn dieser zuletzt Namen wie Goldberg, John Cena und AJ Styles ins Visier genommen hatte.
Für SmackDown ist dieser Wechsel ein echter Karriere-Move für Gunther. Für Cody Rhodes bedeutet er: Der nächste gefährliche Herausforderer steht bereits vor der Tür.
Ricky Saints schlägt Matt Cardona
Ricky Saints bekam es bei SmackDown mit Matt Cardona zu tun. Vor dem Match hatte Cardona deutlich gemacht, dass er nicht gekommen sei, um eine Fackel weiterzureichen. Saints sollte sich seinen Platz verdienen.
Ergebnis:
Ricky Saints besiegte Matt Cardona nach dem Roshambo.
Cardona bekam im Match durchaus Momente, doch am Ende setzte sich Saints klar durch. Für ihn war es ein weiterer wichtiger Sieg auf dem Weg, sich im SmackDown-Kader festzusetzen.
Brie Bella und Paige bekommen neue Herausforderinnen
Auch die Women’s Tag Team Division rückte bei SmackDown in den Fokus. Brie Bella und Paige kamen als Champions zum Ring und stellten klar, dass sie nicht auf einer Nostalgie-Tour unterwegs sind. Sie sehen sich nicht als Rückkehrerinnen, die noch einmal kurz Applaus abholen wollen, sondern als aktive Champions, die ihre Titel gegen jede Konkurrenz verteidigen.
Diese Konkurrenz ließ nicht lange auf sich warten.
Fatal Influence unterbrach das Segment und machte deutlich, dass sie SmackDown übernehmen wollen. Kurz darauf kamen auch Nia Jax und Lash Legend dazu. Der verbale Schlagabtausch eskalierte schnell, bis Nia und Lash die Champions attackierten.
WWE baut hier gleich mehrere mögliche Programme um die Women’s Tag Team Titles auf. Brie und Paige stehen nicht vor einer einzelnen Herausforderung, sondern vor einer Division, die gerade auf sie zustürmt.
Jade Cargill greift ein: Fatal Influence schlägt Ripley, Flair und Bliss
Im Six-Woman Tag Team Match trafen Rhea Ripley, Charlotte Flair und Alexa Bliss auf Fatal Influence. Schon vor dem Match war klar, dass zwischen Rhea und Charlotte keine echte Harmonie herrscht. Alexa Bliss versuchte zwar zu vermitteln, doch die Spannung im Team blieb spürbar.
Ergebnis:
Fatal Influence besiegte Rhea Ripley, Charlotte Flair und Alexa Bliss. Jacy Jayne pinnte Alexa Bliss nach dem Rolling Encore.
Entscheidend war der Eingriff von Jade Cargill. Sie zog Rhea Ripley vom Apron und verhinderte so, dass Alexa Bliss rechtzeitig Hilfe bekam. Jacy Jayne nutzte den Moment und holte den Sieg für Fatal Influence.
Nach dem Match ging das Chaos weiter. Jade Cargill stellte sich über Alexa Bliss, während Charlotte Flair in den Ring kam. Dann tauchten Michin und B-Fab auf und attackierten Flair. Rhea versuchte zwar noch, das Blatt zu wenden, kassierte am Ende aber ebenfalls einen harten Treffer von Jade.
Das Bild am Ende des Segments war klar: Jade Cargill ist zurück im Geschehen und macht sofort wieder Druck.
Royce Keys besiegt Tama Tonga
Royce Keys wurde im Verlauf der Show immer stärker in die MFT-Geschichte hineingezogen. Erst stellte er sich nach dem Match von Damian Priest gegen Talla Tonga gegen Solo Sikoas Gruppe, später warnten ihn Jimmy und Jey Uso davor, sich in Familienangelegenheiten einzumischen.
Dann traf Keys auf Tama Tonga.
Ergebnis:
Royce Keys besiegte Tama Tonga nach einem Spinebuster.
Solo Sikoa und Talla Tonga waren zwar am Ring, griffen aber nicht entscheidend ein. Solo hielt Talla sogar zurück, als dieser sich einmischen wollte. Tama sollte offenbar allein beweisen, was er kann. Das ging schief.
Nach dem Match machte Solo erneut deutlich, dass er Royce Keys für seine Gruppierung gewinnen will. Keys ließ sich davon allerdings nicht sichtbar beeindrucken und ging ohne klare Antwort davon.
Damit wird die Dynamik innerhalb von MFT immer spannender. Solo will Keys offenbar nicht nur bekämpfen. Er will ihn haben.
Danhausen sucht weiter seinen Backlash-Partner
Zwischendurch bekam auch Danhausen wieder seinen Platz. Er suchte weiterhin nach einem Tag-Team-Partner für Backlash und wurde von The Miz und Kit Wilson verspottet. Der Hinweis, dass nur Danhausen selbst verrückt genug sei, um mit Danhausen ein Team zu bilden, brachte ihn auf eine Idee.
Später sah man ihn in einer Art Labor, wo er offenbar versuchte, sich selbst einen Partner zu erschaffen. Die Maschine leuchtete, Funken flogen, das Experiment sah kurz vielversprechend aus. Am Ende ging das Ganze aber schief.
Danhausen bleibt damit vor Backlash weiter ein herrlich absurdes Fragezeichen.
Der Gingerbread Man lebt: Lil Yachty rächt sich an Sami Zayn
Das Schlusssegment gehörte Trick Williams, Sami Zayn und dem vermeintlich verstorbenen Gingerbread Man. Was den ganzen Abend über als bizarre Trauerfeier aufgebaut wurde, endete mit einer der merkwürdigsten und gleichzeitig unterhaltsamsten SmackDown-Szenen der vergangenen Wochen.
Im Ring stand ein Sarg. Trick Williams kam heraus, begleitet von einer feierlichen Inszenierung inklusive Gesang, Milch und einem Gedenkvideo. Sami Zayn hatte irgendwann genug. Er unterbrach die Zeremonie und warf Trick vor, SmackDown, die Fans und ihn selbst lächerlich zu machen.
Zayn sprach davon, dass der Abschluss einer SmackDown-Ausgabe früher etwas bedeutet habe. Für ihn war die ganze Beerdigung nichts anderes als eine gezielte Provokation. Gleichzeitig machte er klar, dass es bei Backlash nicht mehr nur um die United States Championship geht. Er will Trick Williams demütigen.
Dann schlug Sami zu. Er attackierte Trick und posierte mit dem US-Titel.
Doch dann richtete sich der Gingerbread Man im Sarg plötzlich auf.
Unter der Maske steckte Lil Yachty. Der Rapper, der zuletzt von Sami ausgeschaltet worden war, bekam seine Revanche und schlug Zayn mit einem Candy-Kendostock nieder. Trick Williams setzte mit dem Trick Shot nach und stand am Ende gemeinsam mit Lil Yachty über seinem Backlash-Gegner.
Das war kein klassischer Go-Home-Moment. Aber es war ein Bild, das hängen bleibt.
Alle Ergebnisse von WWE SmackDown am 8. Mai 2026
WWE Women’s United States Championship:
Tiffany Stratton besiegte Kiana James und verteidigte ihren Titel.
Singles Match:
Talla Tonga besiegte Damian Priest.
Singles Match:
Ricky Saints besiegte Matt Cardona.
Six-Woman Tag Team Match:
Fatal Influence besiegte Rhea Ripley, Charlotte Flair und Alexa Bliss.
Singles Match:
Royce Keys besiegte Tama Tonga.
SmackDown vor Backlash: WWE zieht die Schrauben an
Die Ausgabe direkt vor Backlash hatte mehrere Aufgaben. Sie musste Roman Reigns gegen Jacob Fatu noch einmal größer machen, Cody Rhodes und Gunther auf Kurs bringen, die Frauen-Division verdichten und Sami Zayn gegen Trick Williams mit einem finalen Moment versehen.
Nicht alles war klassisch. Nicht alles war ernst. Aber vieles hatte Wirkung.
Jacob Fatu wirkte wie ein Mann, der bei Backlash wirklich alles riskieren will. Gunther ist nun offiziell bei SmackDown angekommen und steht als nächster großer Gegner für Cody Rhodes bereit. Jade Cargill hat sich mit Wucht zurückgemeldet. Und Sami Zayn dürfte nach diesem Ende nicht nur wütend, sondern endgültig persönlich motiviert sein.
Backlash kann kommen.


