Gunther wollte spielen. Nick Aldis hatte keine Lust mehr darauf. Cody Rhodes wartete nur auf den richtigen Moment.
- Trick Williams feiert Homecoming – und schlägt The Miz
- Sami Zayn bekommt kein weiteres Titelmatch
- Brie Bella und Paige schlagen Giulia und Kiana James
- Cody Rhodes zwingt Gunther aus der Komfortzone
- Carmelo Hayes kehrt zurück und schlägt Ricky Saints
- Solo Sikoa schickt Tama Tonga gegen Damian Priest
- Sami Zayn redet auf Johnny Gargano ein
- Jade Cargill kündigt Angriff auf Rhea Ripley an
- Danhausen plant das nächste Experiment
- Gunther schlägt Royce Keys und bekommt Cody Rhodes in Italien
- Alle Ergebnisse von WWE SmackDown am 15. Mai 2026
- Was bleibt nach SmackDown?
Die neue Ausgabe von WWE Friday Night SmackDown aus der Colonial Life Arena in Columbia, South Carolina, drehte sich vor allem um die Frage, ob Gunther seinen Vertrag für das WWE-Titelmatch gegen Cody Rhodes bei Clash in Italy endlich unterschreiben würde. Am Ende musste sich der Ring General seine Chance noch einmal verdienen. Und genau daraus wurde der Main Event des Abends: Gunther gegen Royce Keys, Sieger bekommt Cody Rhodes in Italien.
Dazu gab es ein gefeiertes Homecoming für United States Champion Trick Williams, neue Spannungen in der Women’s Division, das nächste Kapitel rund um Solo Sikoa und MFT, Carmelo Hayes’ Rückkehr in den SmackDown-Ring und ein klares Signal von Jade Cargill.
SmackDown war damit keine reine Übergangsshow. Die Folge hat mehrere Programme weitergedreht und vor allem die Titelgeschichte um Cody Rhodes und Gunther endgültig scharfgestellt. WWE bestätigt Gunthers Sieg über Royce Keys als Weg zum Titelmatch gegen Cody Rhodes.
Trick Williams feiert Homecoming – und schlägt The Miz
Die Show begann mit United States Champion Trick Williams. Für ihn war der Auftritt in Columbia ein echtes Heimspiel. Williams sprach über seine Wurzeln in South Carolina, seine Verbindung zur University of South Carolina und seine Familie, die im Publikum saß. Die Halle ging sofort mit, die „Whoop That Trick“-Chants kamen nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus echter Energie.
Lange feiern durfte Trick allerdings nicht.
The Miz und Kit Wilson unterbrachen die Szene und machten sich über Williams, Lil Yachty und die skurrile Gingerbread-Man-Geschichte der vergangenen Wochen lustig. Wilson versuchte sich sogar an Slam Poetry, bevor Lil Yachty verbal zurückschoss und Miz erneut dessen angeblichen Fluch unter die Nase rieb.
Miz hatte irgendwann genug und forderte ein Match.
Ergebnis:
Trick Williams besiegte The Miz nach dem Trick Shot.
Kit Wilson griff während des Matches mehrfach ein und Miz versuchte am Ende, einen Kendostick ins Spiel zu bringen. Doch Lil Yachty schnappte sich die Waffe und schlug damit Wilson nieder. Die Ablenkung reichte, Trick traf den Trick Shot und holte sich den Sieg in seiner Heimat. WWE führt das Match offiziell als Non-Title-Sieg von Trick Williams gegen The Miz.
Für Trick war das ein starker Auftakt. Er bleibt United States Champion, bekommt weiter Reaktionen und wirkt nach Backlash nicht wie ein Champion, der sich verstecken muss. Im Gegenteil: WWE nutzt ihn gerade bewusst laut, bunt und publikumsnah.
Sami Zayn bekommt kein weiteres Titelmatch
Backstage traf Sami Zayn auf Nick Aldis und forderte ein weiteres Match gegen Trick Williams. Sami gab zu, dass er sich bei Backlash nicht so verhalten habe, wie er es von sich selbst erwartet. Er wollte seine Fehler wiedergutmachen und den United States Title erneut ins Visier nehmen.
Aldis blieb allerdings hart.
Sami habe seine Revanche bereits bekommen. Wer noch eine Chance wolle, müsse sie sich verdienen. Zayn reagierte sichtbar frustriert. Er sprach davon, sich für seine Fans rehabilitieren zu wollen, wirkte aber gleichzeitig wie jemand, der selbst nicht mehr merkt, wie sehr er inzwischen Anspruch und Enttäuschung vermischt.
Rey Fenix versuchte, Sami zu beruhigen. Aber auch das half nur bedingt. Die Geschichte mit Zayn bleibt damit spannend, weil WWE ihn immer weiter in Richtung eines verbitterten Veterans schiebt, der glaubt, dass ihm Respekt zusteht, während um ihn herum immer mehr Leute an ihm vorbeiziehen.
Brie Bella und Paige schlagen Giulia und Kiana James
Die WWE Women’s Tag Team Champions Brie Bella und Paige standen ebenfalls im Fokus. Backstage machten Nia Jax und Lash Legend deutlich, dass sie weiter Jagd auf die Titel machen. Gleichzeitig müssen sich Brie und Paige aber auch mit Teams wie Raquel Rodriguez und Roxanne Perez beschäftigen.
Im Ring ging es zunächst gegen Giulia und Kiana James.
Ergebnis:
Brie Bella und Paige besiegten Giulia und Kiana James. Paige pinnte Kiana nach dem RamPaige.
Giulia und Kiana zeigten durchaus gute Ansätze, doch am Ende brach das Teamgefüge wieder sichtbar auseinander. Kiana musste die Niederlage einstecken, nachdem Paige den RamPaige durchbrachte. WWE bestätigt Paige als entscheidende Siegerin gegen Kiana James.
Nach dem Match stritten Giulia und Kiana backstage weiter. Tiffany Stratton bekam das Drama im Hintergrund mit und machte ziemlich klar, dass sie auf solche Allianzen keine Lust hat. Chelsea Green versuchte sich wieder in ihre Nähe zu spielen, doch Tiffany ließ sie elegant abblitzen. Ihre Botschaft: Nicht jede ist dafür gemacht, in einem Team zu funktionieren. Und Chelsea und Tiffany werden wohl eher nicht das nächste Dream Team.
Cody Rhodes zwingt Gunther aus der Komfortzone
Dann kam Cody Rhodes mit einem Vertrag zum Ring. Und er machte das, was Cody eben macht: Er baute sich die Bühne selbst. Tisch rein, Stühle rein, Vertrag drauf. Fertig war die spontane Vertragsunterzeichnung.
Der Vertrag sollte zwei Dinge regeln: Gunthers Wechsel zu SmackDown und das WWE-Titelmatch gegen Cody Rhodes bei Clash in Italy.
Gunther kam heraus, blieb zunächst aber auf Abstand und machte Cody Vorwürfe. Der Ring General störte sich daran, dass Rhodes selbst aus dieser Vertragsunterzeichnung wieder eine Cody-Show mache. Er verlangte Respekt, Professionalität und sogar, dass Cody ihn als „Mr. Gunther“ ansprechen solle.
Cody ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Er warf Gunther vor, Paul Heyman benutzt zu haben, um sich ein Titelmatch zu sichern, das er aus Codys Sicht gar nicht verdient habe. Dann forderte er Gunther auf, endlich zu unterschreiben.
Doch bevor Gunther das tat, kam Royce Keys.
Keys stellte sich neben Gunther und machte klar: Wenn Gunther nicht unterschreibt, dann mache er es eben selbst. Im Ring bekam Keys von Cody den Stift. Gunther ging dazwischen. Die Situation wurde immer absurder, bis Nick Aldis genug hatte.
Der SmackDown-GM setzte ein #1-Contender-Match an: Gunther gegen Royce Keys. Der Sieger bekommt Cody Rhodes bei Clash in Italy.
Damit hatte Gunther sich verzockt.
Carmelo Hayes kehrt zurück und schlägt Ricky Saints
Carmelo Hayes war zurück bei SmackDown und machte sofort klar, dass er wieder Richtung United States Championship will. Ricky Saints unterbrach ihn backstage und erinnerte daran, dass er sich in Melos Abwesenheit längst einen Platz erarbeitet habe.
Im Ring wurde daraus ein starkes, enges Match.
Ergebnis:
Carmelo Hayes besiegte Ricky Saints per Rollup mit Hilfe des Ringseils.
Ricky Saints versuchte in der Schlussphase selbst, die Seile zu nutzen, wurde dabei aber vom Ringrichter erwischt. Während Saints mit dem Offiziellen diskutierte, nutzte Melo die Situation clever aus und rollte ihn ein. Diesmal lagen die Füße auf dem Seil und der Ringrichter sah es nicht. WWE beschreibt den Sieg ebenfalls als Rollup mit Seilhilfe.
Für Hayes war das ein wichtiger Wiedereinstieg. Für Saints dagegen ist es die erste richtige Bremse nach zuletzt starkem Momentum. Und gerade weil beide mit unfairen Mitteln spielten, fühlt sich diese Sache noch nicht beendet an.
Solo Sikoa schickt Tama Tonga gegen Damian Priest
MFT war auch in dieser SmackDown-Ausgabe wieder ein ständiger Unruheherd. Solo Sikoa machte Tama Tonga klar, dass R-Truth nicht medizinisch freigegeben sei, Damian Priest aber weiter herumlaufe. Die Aufgabe war eindeutig: Tama sollte Priest ausschalten.
Vorher wurde Shinsuke Nakamura erneut in die Geschichte gezogen. Nakamura wollte Tama offenbar noch einmal ins Gewissen reden, doch Talla Tonga griff ein und beförderte ihn durch einen Tisch. Damit ist für die kommende Woche auch die nächste offene Rechnung vorbereitet.
Damian Priest musste anschließend allein gegen Tama Tonga antreten.
Ergebnis:
Damian Priest besiegte Tama Tonga nach dem South of Heaven.
Priest holte den Sieg, doch feiern konnte er nicht lange. Talla Tonga attackierte ihn direkt nach dem Match, Solo Sikoa kam dazu und setzte mit dem Samoan Spike nach. WWE führt Priest als Sieger gegen Tama, betont aber auch die anschließende Attacke durch Talla Tonga und Solo Sikoa.
Backstage hatte Priest R-Truth zuvor noch gewarnt, Royce Keys nicht zu schnell zu vertrauen. Genau das bleibt interessant. Keys wird von Solo umworben, MFT greift ihn aber nicht an, und Priest sieht darin zurecht ein Warnsignal.
Sami Zayn redet auf Johnny Gargano ein
Sami Zayn tauchte später erneut backstage auf, diesmal mit Johnny Gargano. Gargano lag regungslos auf einer Box, während Sami darüber sprach, dass sich WWE verändert habe und Leute wie sie darunter leiden würden.
Candice LeRae kam dazu und machte deutlich, dass sie einen Ehemann brauche, der mehr tue als nur herumzuliegen. Danach versuchte Sami, Gargano aufzubauen. Er solle sich erinnern, wer er sei, und sich von niemandem etwas wegnehmen lassen.
Das Segment wirkte klein, könnte aber ein weiterer Baustein für Sami Zayns aktuellen Wandel sein. Er sieht sich als jemand, der alte Werte verteidigt. Gleichzeitig klingt er immer stärker wie jemand, der nicht merkt, dass sein Frust ihn selbst verändert.
Jade Cargill kündigt Angriff auf Rhea Ripley an
Jade Cargill kam mit B-Fab und Michin zum Ring und machte klar, dass sie den WWE Women’s Title ins Visier nimmt. Sie sprach selbstbewusst über ihren Anspruch und deutete an, dass sie sich den Titel bei Clash in Italy holen will.
Charlotte Flair und Alexa Bliss unterbrachen sie. Charlotte war nach der Vorwoche sichtbar angefressen, Alexa verspottete B-Fab und Michin als Unterstützungspersonal. Daraus entstand das nächste Match.
Ergebnis:
Charlotte Flair und Alexa Bliss besiegten B-Fab und Michin durch Disqualifikation.
Alexa traf in der Schlussphase Sister Abigail gegen B-Fab, doch Jade zog Bliss aus dem Ring und löste damit die Disqualifikation aus. Danach ging das Chaos weiter. Charlotte räumte Michin und B-Fab ab und lieferte sich einen Blickduell mit Jade. WWE bestätigt die Disqualifikation durch Jades Eingriff.
Später wurde die Richtung für Saturday Night’s Main Event klarer: Rhea Ripley soll sich mit Charlotte Flair und Alexa Bliss zusammentun, um gegen Jade Cargill, B-Fab und Michin anzutreten. Das wirkt wie der nächste Schritt in Richtung eines größeren Titelprogramms zwischen Rhea und Jade.
Fatal Influence beobachtete das Ganze backstage und gab sich unbeeindruckt. Jacy Jayne machte deutlich, dass ihre Gruppe nicht nur zusehen, sondern selbst Gold holen will. Die Women’s Division bei SmackDown bleibt damit ziemlich voll, aber auch ziemlich lebendig.
Danhausen plant das nächste Experiment
Danhausen bekam ebenfalls einen kurzen Auftritt. Nach Minihausen und der Klonmaschine versprach er etwas Größeres und Besseres. Was genau das bedeutet, blieb offen. Aber WWE hält seine absurde Ecke weiter warm.
Das ist kein Hauptprogramm, aber genau diese kleinen schrägen Mini-Geschichten geben SmackDown gerade einen eigenen Ton. Nicht alles muss direkt Titelrelevanz haben. Manchmal reicht auch die Frage, was Danhausen als Nächstes aus irgendeiner Maschine zieht.
Gunther schlägt Royce Keys und bekommt Cody Rhodes in Italien
Im Main Event ging es dann um alles: Gunther gegen Royce Keys, Sieger wird Herausforderer auf den WWE Title bei Clash in Italy.
Keys bekam hier eine große Bühne. Und WWE behandelte ihn nicht wie jemanden, der nur kurz in Gunthers Weg gestellt wurde. Er konnte den Ring General mehrfach beeindrucken, brachte ihn in Schwierigkeiten und sah über weite Strecken wie ein ernstzunehmender Gegner aus.
Solo Sikoa tauchte später am Ring auf und wollte Keys offenbar in seine Richtung ziehen. Er schob einen Stuhl in den Ring und gab Keys damit die Möglichkeit, die Sache auf Solos Art zu lösen. Doch Keys lehnte ab. Er nahm den Stuhl und schlug stattdessen Solo nieder.
Ein starker Moment. Aber ein Moment mit Folgen.
Die Ablenkung reichte Gunther. Der Ring General nutzte die Lücke, traf entscheidend und beendete das Match mit der Powerbomb.
Ergebnis:
Gunther besiegte Royce Keys und wurde neuer #1-Herausforderer auf Cody Rhodes’ WWE Championship.
Damit ist Cody Rhodes gegen Gunther bei Clash in Italy offiziell wieder auf Kurs. Laut WWE gewann Gunther das Match, nachdem Solo Sikoas Stuhl-Aktion Keys ablenkte und Gunther schließlich die Powerbomb durchbrachte.
Nach dem Match wollte Gunther noch eine Botschaft an Cody loswerden. Doch Cody tauchte hinter ihm auf und erwischte ihn mit dem Cross Rhodes. SmackDown endete mit Cody Rhodes, der im Ring stand, während Gunther am Boden lag.
Das war ein starkes Schlussbild. Gunther hat sein Titelmatch. Aber Cody hat den letzten Treffer gesetzt.
Alle Ergebnisse von WWE SmackDown am 15. Mai 2026
Non-Title Match
Trick Williams besiegte The Miz.
Non-Title Tag Team Match
Brie Bella und Paige besiegten Giulia und Kiana James.
Singles Match
Carmelo Hayes besiegte Ricky Saints.
Singles Match
Damian Priest besiegte Tama Tonga.
Tag Team Match
Charlotte Flair und Alexa Bliss besiegten B-Fab und Michin durch Disqualifikation.
#1-Contender-Match um ein WWE-Titelmatch bei Clash in Italy
Gunther besiegte Royce Keys.
Was bleibt nach SmackDown?
Diese SmackDown-Ausgabe hatte mehrere klare Ziele und hat sie ziemlich sauber erledigt.
Gunther ist nun offiziell Codys Herausforderer für Clash in Italy. Die Vertragsgeschichte wurde nicht einfach trocken abgearbeitet, sondern über Royce Keys noch einmal aufgeladen. Keys verlor zwar, wurde aber nicht klein gemacht. Er stellte sich gegen Solo Sikoa, nahm Gunther an seine Grenze und bleibt damit ein Name, den WWE weiter interessant hält.
Cody Rhodes bekam am Ende den letzten Moment. Das ist wichtig, weil Gunther durch seine Präsenz und seine Art schnell jede Szene dominieren kann. Cody setzte mit dem Cross Rhodes ein klares Zeichen: Der Ring General mag sich das Titelmatch verdient haben, aber der Champion lässt sich nicht vorführen.
Dazu wächst die MFT-Geschichte weiter. Solo Sikoa versucht, Royce Keys für sich zu gewinnen, Tama Tonga wirkt zerrissen, Talla Tonga wird als gefährlicher Vollstrecker positioniert und Shinsuke Nakamura ist nun direkt in der Schusslinie. Auch Damian Priest und R-Truth hängen weiter in dieser Dynamik.
In der Women’s Division spitzt sich die Lage gleich an mehreren Stellen zu. Jade Cargill drängt Richtung Rhea Ripley. Charlotte Flair und Alexa Bliss merken langsam, dass sie ohne Unterstützung zahlenmäßig unterlegen sind. Fatal Influence lauert. Brie Bella und Paige haben gleich mehrere Teams im Nacken. Und Giulia und Kiana James wirken immer weniger wie eine Einheit.
Der emotionale Moment des Abends gehörte Trick Williams. Der wichtigste sportliche Moment gehörte Gunther. Der letzte Schlag gehörte Cody Rhodes.
Und genau so geht SmackDown mit Tempo Richtung Clash in Italy.


