Er hat provoziert, polarisiert und sich mitten ins größte Match des Wochenendes gedrängt.
Und jetzt ist alles wieder vorbei.
Pat McAfee zieht nach WrestleMania 42 einen Schlussstrich unter seine WWE-Karriere. Öffentlich, konsequent und genau so, wie er es vorher angekündigt hatte.
McAfee hält sein Versprechen nach WrestleMania
Die Ausgangslage war klar. McAfee hatte vor WrestleMania 42 selbstbewusst erklärt, dass er das Wrestling „retten“ wolle. Seine Mission: Randy Orton zum WWE Champion machen.
Der Deal war simpel. Gewinnt Orton den Titel, bleibt McAfee. Verliert er, ist Schluss.
Nach dem Main Event von Night 1 ist die Sache entschieden. Cody Rhodes verteidigt seinen Titel. Orton verliert. Und McAfee zieht die Konsequenz.
In seiner ESPN-Show macht er klar:
„Das Wrestling-Geschäft liegt hinter mir. Es war mir eine Ehre.“
Vom Lautsprecher zum Rückzieher
Interessant ist dabei, wie deutlich McAfee im Nachgang zurückrudert. Vor WrestleMania hatte er noch scharf gegen aktuelle WWE-Stars geschossen, Ticketpreise kritisiert und sogar sinkende Einschaltquoten angesprochen.
Jetzt klingt das plötzlich ganz anders.
Er erklärt, dass viele seiner Aussagen bewusst überspitzt gewesen seien, um Orton zu pushen. Gleichzeitig zollt er Cody Rhodes Respekt und sagt offen, dass das Business offenbar gar nicht „gerettet“ werden musste.
Ein klarer Wechsel im Ton. Und einer, der zeigt, wie sehr diese Rolle auch Teil der Story war.
WrestleMania endet für McAfee im Chaos
Sein letzter WWE-Auftritt passt perfekt zu dieser kurzen, intensiven Rückkehr.
McAfee steht bei WrestleMania 42 an Ortons Seite, greift früh ins Match ein und wird wenig später spektakulär aus dem Spiel genommen. Jelly Roll befördert ihn mit einem Elbow Drop durch den Kommentatorentisch.
Doch das war noch nicht alles.
Später kehrt McAfee zurück, diesmal als improvisierter Ringrichter. Eine Rolle, die nicht lange gut geht. Sein Zähltempo passt Orton nicht. Die Folge: RKO gegen McAfee.
Ausgerechnet von dem Mann, dem er helfen wollte.
Seitdem zieht McAfee die Story konsequent durch. Halskrause, Auftritte in Shows, sogar bei öffentlichen Events. Der Abgang wird verkauft, bis zum letzten Moment.
Hinter den Kulissen spielte noch etwas anderes eine Rolle
Dass McAfee wirklich komplett raus ist, hängt offenbar nicht nur mit seinem Versprechen zusammen.
Berichten zufolge war ursprünglich geplant, die Storyline über WrestleMania hinaus weiterzuführen. Für Backlash stand wohl ein Tag Team Match im Raum. Orton und McAfee gegen Rhodes und Jelly Roll.
Dazu kommt es nicht.
McAfee selbst entscheidet sich dagegen, die Geschichte fortzusetzen. Einer der Gründe, der intern diskutiert wird, ist die Reaktion der Fans. Gerade die Einbindung von Prominenten wie McAfee oder Jelly Roll wurde rund um WrestleMania kritisch gesehen.
Diese Stimmung ist offenbar nicht unbemerkt geblieben.
Auch Jelly Roll selbst deutet das später an, als er sagt, dass „keiner von uns hier wirklich etwas zu suchen hatte“. Eine Aussage, die zwischen Selbstironie und ehrlicher Einschätzung schwankt.
Eine ungewöhnliche WWE-Karriere endet
McAfees Weg im Wrestling war nie klassisch. Vom Ex-NFL-Spieler entwickelte er sich über NXT-Auftritte zu einem festen Bestandteil der WWE-Shows. Kommentator, gelegentlicher Wrestler, Special Guest Referee. Kaum jemand hat so viele Rollen durchlaufen.
Sein Run war kurz, aber intensiv.
WrestleMania 42 bildet jetzt den Abschluss. Zumindest vorerst.
Denn eines lässt McAfee offen: Ob das wirklich ein endgültiger Abschied ist, sagt er nicht. Seine Worte klingen nach Abschluss, aber nicht nach endgültigem Ende.


