Drew McIntyre plötzlich verschwunden: Das steckt hinter seiner WWE-Pause

Daniel
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© WWE / Netflix

Es war eines dieser Matches, bei denen man schon beim Zuschauen spürt, wie viel es kostet. Knochenhart. Unkontrolliert. Und genau so endete auch der letzte Auftritt von Drew McIntyre bei WrestleMania 42.

Seitdem? Funkstille.

Der „Scottish Warrior“ ist aus den Shows verschwunden. Kein SmackDown, keine Backstage-Segmente, keine Spur. Für Fans wirkte das Ganze zunächst wie ein typischer WWE-Moment, der Raum für Spekulationen lässt. Verletzung? Storyline-Pause? Interne Pläne?

Die Wahrheit ist deutlich weniger mysteriös. Und gleichzeitig ziemlich spektakulär.

Kein Injury-Angle: McIntyre steht für Hollywood vor der Kamera

Während WWE weiter in Richtung Backlash aufbaut, arbeitet Drew McIntyre aktuell nicht an seiner nächsten Fehde, sondern an einem Filmprojekt. Genauer gesagt am Reboot von „Highlander“.

Die Dreharbeiten führen ihn zurück in seine Heimat Schottland, wo aktuell die letzten Szenen umgesetzt werden. Damit erklärt sich auch, warum McIntyre seit WrestleMania komplett aus dem TV verschwunden ist.

Das Projekt selbst hat es in sich.

Regie führt Chad Stahelski, der mit der „John Wick“-Reihe Maßstäbe im Action-Genre gesetzt hat. Produziert wird das Ganze von Amazon MGM Studios unter dem traditionsreichen Label United Artists. Hinter der Kamera steht mit Dan Laustsen ein Oscar-nominierter Director of Photography.

Kurz gesagt: Das ist kein Nebenprojekt. Das ist Hollywood auf Top-Niveau.

McIntyre als Angus MacLeod – und ein echtes Star-Ensemble

Auch McIntyres Rolle ist alles andere als klein. Er spielt Angus MacLeod, den Bruder der Hauptfigur Connor MacLeod, die von Henry Cavill verkörpert wird.

In der Story übernimmt Angus zudem eine zentrale Position als Anführer des MacLeod-Clans.

Das restliche Cast liest sich wie ein Blockbuster-Line-up:

  • Dave Bautista als Antagonist Kurgan
  • Russell Crowe
  • Karen Gillan
  • Marisa Abela
  • Djimon Hounsou
  • Jeremy Irons

Dazu kommen weitere Namen wie Siobhán Cullen, Jeon Jong-seo und Kevin McKidd. Das Drehbuch stammt von Michael Finch, während auch der legendäre Soundtrack des Originals neu interpretiert werden soll.

Zwischen Ring und Filmset: McIntyres Doppelbelastung

Was die ganze Situation noch bemerkenswerter macht: McIntyre hat es geschafft, den kompletten WrestleMania-Build ohne Ausfälle durchzuziehen.

Während andere Superstars bei solchen Projekten komplett aus den Shows verschwinden, pendelte er über Wochen hinweg zwischen den USA und Europa. WWE-Auftritte und Dreharbeiten liefen parallel.

Erst nach dem brutalen Unsanctioned Match gegen Jacob Fatu bei WrestleMania verlagerte sich sein Fokus vollständig auf den Film.

Die Rechnung ist simpel: Erst das große Payoff im Ring, dann volle Konzentration auf Hollywood.

Die Fehde mit Jacob Fatu – und warum sie so eskaliert ist

Sein letztes Match war dabei kein Zufall, sondern der Höhepunkt einer langen, intensiven Story.

Die Rivalität zwischen McIntyre und Jacob Fatu zog sich über Monate. Angeheizt durch gegenseitige Eingriffe in wichtige Matches und eine undurchsichtige Backstage-Attacke, bei der Fatu verletzt wurde.

Fatu war überzeugt, dass McIntyre dahintersteckt. Der wiederum beteuerte mehrfach seine Unschuld.

Das Ergebnis war eine Fehde, die sich immer weiter hochschaukelte. WrestleMania war die logische Explosion. Und genau dort endete sie vorerst.

Mit einem Match, das körperlich an die Grenze ging.

Kein Karriereende in Sicht

Trotz seines Abstechers nach Hollywood gibt es keine Anzeichen dafür, dass McIntyre seine Wrestling-Karriere zurückfahren will.

Im Gegenteil.

In einem Interview erklärte er zuletzt, dass er sich körperlich und kreativ auf einem starken Level sieht. Als Vergleich zog er Athleten wie Cristiano Ronaldo oder LeBron James heran, die auch jenseits der 40 noch auf höchstem Niveau performen.

Seine Botschaft ist klar: Solange er sich gut fühlt, seine Familie hinter ihm steht und die Fans mitziehen, gibt es keinen Grund, langsamer zu machen.

Wann kehrt Drew McIntyre zurück?

Ein konkretes Datum gibt es aktuell nicht.

Fest steht nur: Sobald die Dreharbeiten abgeschlossen sind, dürfte McIntyre wieder ins WWE-Programm zurückkehren. Wie schnell das passiert, hängt davon ab, wie lange die Produktion noch läuft. Gedreht wird nicht nur in Schottland, sondern auch in London, Polen und Hongkong.

Bis dahin bleibt seine Abwesenheit eine seltene Pause. Kein Storyline-Kniff, kein Injury-Angle.

Sondern einfach ein WWE-Superstar, der gerade dabei ist, sich auch außerhalb des Rings ein neues Kapitel aufzubauen.

Und wenn er zurückkommt, dürfte klar sein: Die nächste Story wird nicht leise beginnen.

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