WWE SmackDown vor Rückkehr zum Zwei-Stunden-Format

Daniel
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© WWE / Netflix

Aktuellen Berichten zufolge soll SmackDown auch 2026 nur vorübergehend als dreistündige Show laufen. Hintergrund ist offenbar eine klare vertragliche Regelung mit dem Sender USA Network.

Laut dem US-amerikanischen Wrestling-Journalisten Bryan Alvarez ist im aktuellen Deal festgelegt, dass SmackDown von Januar bis Ende Juni drei Stunden läuft. Ab Juli geht es dann wieder zurück auf das klassische Zwei-Stunden-Format.

Alvarez formulierte es so:

“WWE’s contact with USA stipulates three-hour shows from January through the end of June every year, so this will be an ongoing thing, and we have two more months of three-hour shows to survive. July through the end of December will be two hours.”

Auch Dave Meltzer bestätigte diese Struktur und machte deutlich, dass es sich dabei nicht um eine einmalige Lösung handelt:

“The contract that they have signed now is January till the end of June would be three hours. And then the end of June, in the first of July to the end of December, it would be two hours. So that’s the new, the way the deal is structured right now.”

Noch spannender: Dieses Modell soll laut Meltzer wohl mehrere Jahre Bestand haben.

“For the foreseeable future. Probably for the next four years,”

Bekanntes Muster setzt sich fort

Wer das Gefühl hat, das schon einmal gesehen zu haben, liegt richtig.

Bereits 2025 lief SmackDown nach exakt diesem Schema. Anfang Januar wechselte die Show erstmals in ihrer Geschichte auf drei Stunden, bevor sie im Juli wieder auf zwei Stunden zurückgestutzt wurde. Anfang 2026 wiederholte sich das Spiel.

Die aktuelle Entwicklung ist also keine spontane Entscheidung, sondern eher ein fest eingeplanter Wechsel im Jahresrhythmus.

Auch aus dem Umfeld der WWE soll dieses Modell früh durchgesickert sein. Alvarez hatte bereits Anfang des Jahres angedeutet, dass die verlängerte Laufzeit nicht dauerhaft gedacht ist und eher als temporäre Phase gesehen werden sollte.

Warum WWE überhaupt auf drei Stunden geht

Der Zeitraum ist kein Zufall.

Gerade die Monate von Januar bis WrestleMania gelten als die wichtigste Phase im WWE-Kalender. Storylines werden aufgebaut, Rivalitäten eskalieren, große Matches vorbereitet.

Mehr Zeit bedeutet in diesem Kontext:

  • längere Promos
  • mehr Matches
  • mehr Raum für Midcard und Nebenstories
  • größere Bühne für Rückkehrer oder Call-Ups

Auch Paul Levesque hatte bereits früh klargemacht, dass die zusätzliche Stunde kein Dauerzustand ist, sondern strategisch eingesetzt wird.

Fans bleiben gespalten

So sinnvoll die dritte Stunde auf dem Papier wirkt, so kontrovers ist sie in der Realität.

Ein Teil der Fans begrüßt die zusätzliche Zeit, weil mehr Wrestler auf die Card kommen und Storylines mehr Tiefe bekommen können. Gerade die Women’s Division oder das Tag Team Wrestling profitieren theoretisch davon.

Auf der anderen Seite steht ein Problem, das sich schon bei Raw gezeigt hat: Länge ist nicht automatisch Qualität.

Kritikpunkte, die immer wieder auftauchen:

  • künstlich gestreckte Segmente
  • zu viele Wiederholungen und Videoeinspieler
  • Matches, die eher als Lückenfüller wirken
  • nachlassende Energie bei Crowd und Zuschauern

Gerade die dritte Stunde gilt oft als die schwächste Phase einer Show. Viele Fans schalten früher ab, das Tempo sinkt, die Spannung leidet.

Was das für die Zukunft bedeutet

Die wichtigste Erkenntnis ist klar: SmackDown wird sich in den kommenden Jahren immer wieder verändern. Drei Stunden zum Jahresstart, zwei Stunden im zweiten Halbjahr.

Für WWE bedeutet das maximale Flexibilität rund um WrestleMania. Für die Fans heißt es aber auch: Man muss sich an diesen Rhythmus gewöhnen.

Und vielleicht ist genau das der Punkt.

Die dritte Stunde ist kein dauerhaftes Upgrade. Sie ist ein Werkzeug. Eingesetzt dann, wenn WWE es braucht.

Ab Juli dürfte SmackDown also wieder kompakter, schneller und fokussierter werden. Und genau das könnte der Show am Ende sogar besser tun.

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